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EMmkd – Funktionsbeschreibung

Aktueller Entwicklungs- und Funktionsstand · September 2026

EMmkd ist eine zentrale Leitstelle für individuell aufgebaute Photovoltaik- und Batteriespeicheranlagen. Das System ergänzt insbesondere Victron-ESS-Installationen um zentrale Überwachung, nachvollziehbare Regelstrategien, Fernsteuerung, statistische Auswertung und Ereignisbenachrichtigung. Ziel ist nicht der Ersatz der vorhandenen Victron-Regelung, sondern deren anlagenspezifische Ergänzung und Optimierung.

1. Systemüberblick

EMmkd-Datenblatt per Mausklick als PDF
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  • Zentrale Erfassung und Darstellung von Batterie, PV, Netz, Verbrauch und Systemzuständen.
  • Regelengine für zeit-, SoC- und zustandsabhängige Eingriffe in den Anlagenbetrieb.
  • Anlagenprofile und Regelprofile für unterschiedliche Betriebsziele.
  • Transparente Protokollierung von Regelentscheidungen und Zustandsänderungen.
  • Statistische Auswertung der Energieflüsse für Tages- und Monatszeiträume.
  • Fernüberwachung sowie Push- und E-Mail-Benachrichtigungen.
  • Modularer Aufbau für individuelle Anlagen und zukünftige Erweiterungen.

2. Live-Dashboard und Anlagenüberwachung

  • Batterieladezustand (SoC) und relevante Batteriewerte.
  • PV-Erzeugung aus DC-gekoppelten und angebundenen externen AC-PV-Anlagen.
  • Netzbezug und Netzeinspeisung am Netzanschlusspunkt.
  • Hausverbrauch und daraus abgeleitete Energieflüsse.
  • ESS- und VE.Bus-Zustände sowie weitere für die Regelung relevante Systemzustände.
  • Erkennung von Kommunikations- und Anlagenstörungen als Grundlage für Benachrichtigungen.

3. Regelengine

  • Zeitabhängige Regelung über definierte Tages- und Wochenprofile.
  • SoC-abhängige Umschaltung von Betriebszuständen und Reservestrategien.
  • Steuerung bzw. Vorgabe von ESS-Betriebszuständen und Mindest-SoC.
  • Anpassung des Netzsollwertes im Rahmen der jeweiligen Anlagenkonfiguration.
  • Beobachtungs- und Vergleichsbetrieb, bevor neue Regeln aktiv eingreifen.
  • Lokale Ausführung wichtiger Regelungen ohne Abhängigkeit von einer permanenten externen Verbindung.

4. Anlagen- und Regelprofile

  • Abbildung unterschiedlicher PV-, Speicher-, Wechselrichter- und Messkonfigurationen.
  • Regelprofil-Vorlagen als Ausgangspunkt für wiederkehrende Betriebsstrategien.
  • Individuelle Anpassung an Verbrauchsverhalten, Speichergröße und gewünschte Reserve.
  • Zeitfenster für Tagesbetrieb, Abendreserve, Nachtbetrieb und weitere Betriebsziele.

5. ESS- und Batteriesteuerung

  • Nutzung unterschiedlicher ESS-Zustände entsprechend dem Regelprofil.
  • Zeit- und SoC-abhängige Mindestladezustände.
  • Gezielte Bildung einer Batterie- bzw. Abendreserve.
  • Vermeidung unerwünschter Netzladung in Betriebsphasen, in denen PV-Ertrag genutzt werden soll.
  • Möglichkeit einer gezielten Netzladung für definierte besondere Betriebsfälle.

6. PV- und Energieflusssteuerung

  • Gemeinsame Betrachtung von Cerbo-erfasstem PV-Ertrag und weiteren PV-Quellen.
  • Zuordnung Solar → Batterie, Solar → Haus und Solar → Netz, soweit die vorhandenen Messwerte dies ermöglichen.
  • Erfassung von Netz → Haus sowie der gesamten Netzeinspeisung.
  • Plausibilisierung und Qualitätsbewertung bei der Zusammenführung mehrerer Messquellen.

7. Statistische Auswertung

  • PV-Ertrag Cerbo und weitere PV-Erträge einschließlich Quellen- und Qualitätsangabe.
  • PV-Ertrag gesamt sowie Solar → Batterie, Solar → Haus und Solar → Netz.
  • Netzeinspeisung gesamt und nicht solar zugeordnete Einspeisung, soweit bestimmbar.
  • Cerbo-erfasste AC-Last und Verbrauch aus der Energiebilanz.
  • Verbrauch aus Solar, Batterie und Netz; direkter Netzanteil als „Netz → Haus“.
  • Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad.
  • SoC-Minimum und SoC-Maximum.
  • Netzbezugsspitze gesamt und Netzeinspeisespitze gesamt.
  • VE.Bus-Zustandswechsel.
  • Qualitätsindex sowie PV-, Batterie-, Last-, Grid- und SoC-Abdeckung.

8. Monatsstatistik und automatischer Versand

  • CSV-Ausgabe der Monatsstatistik.
  • Berichtszeitraum: vollständiger Kalendermonat vom 1. Tag 00:00 Uhr bis zum Ende des letzten Tages.
  • Automatischer Versand am 1. des Folgemonats an den Betreiber.
  • Automatisierung über Cronjob.
  • Einheitliche Zeitbasis Europe/Berlin für Auswertung und Versand.

9. Ereignisprotokoll und Nachvollziehbarkeit

  • Protokollierung relevanter Zustands- und Regeländerungen.
  • Nachvollziehbarkeit, welche Regel zu welchem Zeitpunkt wirksam war.
  • Grundlage für Fehleranalyse, Optimierung und Parallelvergleich.
  • Beobachtungsmodus für neue oder geänderte Regelstrategien.

10. Fernüberwachung und Benachrichtigungen

  • Benachrichtigung bei definierten Anlagen- oder Kommunikationsereignissen.
  • Erkennung eines nicht mehr reagierenden bzw. nicht erreichbaren Cerbo.
  • Push-Benachrichtigungen über die gemeinsame MKD-PushService-Infrastruktur.
  • Erweiterbare Ereignisklassen für zukünftige Warn- und Informationsmeldungen.

11. Parallelvergleich und Optimierung

  • Vergleich bestehender und neuer Regelansätze.
  • Bewertung anhand realer Mess- und Statistikdaten.
  • Schrittweise Übernahme neuer Regeln in den aktiven Betrieb.
  • Reduzierung des Risikos unerwünschter Regelwirkungen.

12. Betriebssicherheit und Systemgrenzen

  • Lokale Regelung wichtiger Funktionen.
  • Weiterbetrieb grundlegender Anlagenfunktionen bei Ausfall externer Dienste.
  • Keine Umgehung von BMS-, Wechselrichter- oder Netzschutzfunktionen.
  • Anlagenbezogene Prüfung neuer Regelprofile vor produktivem Einsatz.

13. Einsatzbereiche

  • Wohnhäuser mit Photovoltaik und Batteriespeicher.
  • Victron-ESS-Anlagen.
  • Kleine und mittlere gewerbliche Energiesysteme.
  • Wohnmobile und Boote mit geeigneter Victron-Systemtechnik.
  • Individuell aufgebaute Energiesysteme mit besonderen Regelanforderungen.

14. Aktueller Entwicklungsstand

  • Live-Dashboard und zentrale Anlagenüberwachung vorhanden.
  • Regelengine und individuelle Regelprofile im praktischen Einsatz bzw. Praxistest.
  • Profile, Vorlagen und Parallelvergleich als Bestandteile des Systems.
  • Statistische Energieflussauswertung einschließlich Qualitäts- und Abdeckungswerten.
  • CSV-Monatsstatistik und automatisierter Monatsversand in den Betriebsablauf integriert bzw. eingerichtet.
  • Push-Anbindung an die MKD-PushService-Infrastruktur als Bestandteil der Ereignisautomatisierung.
  • Weitere Optimierungsfunktionen für dynamische Energieflusssteuerung in Entwicklung.

 

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